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Nachhaltigkeit

Die Erhaltung einer intakten Umwelt ist uns sehr wichtig, schließlich leben wir als Winzerfamilie direkt von der Natur. Gerne beschreiben wir beispielhaft 11 Maßnahmen über die von uns durchgeführten Umweltschutzmaßnahmen auf dem Weingut. Tatsächlich leisten wir jeden Tag noch viel mehr für die Natur!

1. Streuobstwiese

Wir pflegen eine 2 ha große Streuobstwiese und haben seit dem Jahr 2016 über 25 neue Obstbäume gepflanzt. Nur unsere Schafe sind als „Rasenmäher“ im Einsatz. Regelmäßig legen wir Blühstreifen für Bienen an.
Die Riederquelle, welche der Gründer des Weingutes Frieder Eberbach im Jahr 1953 entdeckt hat setzen wir umweltfreundlich mit folgenden Maßnahmen ein:

2. Wasser-Wärmepumpen

Heizung aller Gebäude mittels Wasser-Wärmepumpen. Das Quellwasser kommt auch im Winter mit 12 °C aus dem Boden. Wir kühlen das Wasser um 2°C ab und können mit dieser Erdwärme problemlos 2.000 Quadratmeter Wohn- u. Betriebsfläche heizen. So sparen wir pro Jahr 25.000 Liter Heizöl ein.

3. Eigenes Trinkwasser

Aus dieser Quelle gewinnen wir unser eigenes Trinkwasser vor Ort. Dadurch können wir viel Energie einsparen und auf kilometerlange Pumpsysteme verzichten.

4. Flüssiges Biotop

Das Quellwasser wird in einem großen See mit 10.000.000 Liter Wasser gespeichert. In diesem flüssigen Biotop befinden sich Frösche, Wildenten und Wasserläufer. Auch seltene Libellen, Schnecken und Wasserflorfliegen findet man häufig.

5. Regionale Limonaden

Die Quelle ist von der Wasserqualität hervorragend und so können wir regionale Limonaden wie Tonic Water selber herstellen. Damit können aufwendige Transporte vermieden werden, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

6. Pflanzenkläranlage

Nach Nutzung des Quellwassers im Keller und Wohnhaus reinigen wir das daraus entstandene Abwasser nachhaltig über eine im Jahr 2018 gebaute Pflanzenkläranlage. Im natürlichen Gefälle (ohne stromverbrauchende Pumpen) durchläuft das Abwasser ein Gruben-Sieb-System. Nachdem die groben Schwebstoffe abgesiebt sind wird das Abwasser über feine Tropfschläuche auf 1.000.000 Kilogramm Sand im Beet verteilt. In diesem Sand warten bereits die klärenden Bakterien und reinigen zusammen mit 2.000 Schilfpflanzen das Abwasser. Wir halten die gesetzlich festgelegten Ablaufwerte ein, d. h. das die Reinigungsleistung ist hervorragend und das gereinigte Wasser darf danach bedenkenlos in den Neckar eingeleitet werden.

7. Pheromone

In den Weinbergen nutzen wir auf allen Flächen umweltschonende Pheromone um das Traubenwicklermännchen zu verwirren. Dadurch können wir auf Insektizide verzichten.

8. Nützlinge

Wir stärken konsequent die Nützlinge im Weinberg. Diese bekämpfen auf biologische Art die Schädlinge. Besonders Raubmilben und Florfliegen sind unsere Helfer im Kampf gegen die Spinnmilben. Ziel ist es dadurch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

9. Abtrocknen der Trauben

Mit lockeren Laubwänden (d. h. Rebanlagen wo sich nicht zu viele Reb-Blätter sich gegenseitig überlappen) versuchen wir das Abtrocknen der Trauben zu beschleunigen. Diese biologische Maßnahme hilft uns bösen Schadpilzen wie dem echten und dem falschen Mehltau das Leben schwer zu machen. Ziel dieser Maßnahme, die sehr viel Arbeitszeit in Anspruch nimmt ist auch hier der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum zu reduzieren.

10. CO2-neutral

Wir möchten in naher Zukunft ein völlig autarkes und CO2-neutrales Weingut werden. Wie beschrieben machen wir bereits jetzt schon unser eigenes Trinkwasser sowie die Abwasseraufbereitung dezentral vor Ort. Sobald die Stromspeichertechnik ausgereift ist, werden wir so viele Photovoltaik-Zellen installieren, dass wir unseren eigenen Stromverbrauch selber vor Ort erzeugen. Obwohl wir eine PV Anlage haben, gelingt uns dies zurzeit nicht, da wir nachts unseren Strom zukaufen müssen. An diesem Punkt werden wir uns noch verbessern sobald sich die Batterie Technik weiterentwickelt hat.

11. Schutz der Mauereidechsen

Zum Schutz der Mauereidechsen haben wir vom Landratsamt einen Pflegeauftrag zum Erhalt der biologisch wertvollen Trockenmauern übernommen. Wir müssen verhindern, dass die Mauern durch Gebüsch beschattet werden. Nur erhitzte Mauern sind für Eidechsen ein lebenswerter Standort, im Schatten kommen sie nicht auf „Betriebstemperatur“. Wenn die Mauern einfallen, ist es ein extrem harter Knochenjob diese wieder aufzubauen. Im Foto sehen Sie wie wir eine eingefallene Trockenmauer ohne ein Gramm Zement wieder neu aufbauen.

Sie sehen also, dass Sie mit sehr gutem „ÖKO“-Gewissen unsere Weine, Tonic-Water, Destillate und Sekt-Spezialitäten genießen können. Es stört uns sehr, dass die Presse teileweise nicht fundierte Panik-Meldungen von grünen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) verbreiten welche die Landwirte pauschal als Umweltsünder degradieren. Sicherlich wurde in der Vergangenheit nicht alles richtig gemacht aber die meisten jungen Menschen in der Landwirtschaft arbeiten sehr umweltbewusst und machen sich große Sorgen um die Klimaveränderung. Wir auf dem Betrieb haben im Team den Ehrgeiz dass wir unsere heimische Kulturlandschaft bestens pflegen und bewahren wollen. Dazu arbeiten wir nachhaltig mit allen Ressourcen. Auch sind wir der festen Überzeugung, dass verantwortungsbewusst erzeugte regionale Weine & Spezialitäten ökologischer sind, als „Billig-Bio“ aus China oder anderen Ländern.
Gerne zeigen wir Ihnen vor Ort in Lauffen die Funktion und den Aufbau unserer Pflanzenkläranlage. Es ist die größte ihrer Art in Württemberg und die einzige die auch für Kellereibetriebe zugelassen ist. Auch können Sie gerne an den Pheromon-Ampullen in den Weinbergen schnuppern damit Sie sehen, dass wir mit hohem Aufwand umweltverträgliche Verfahren anwenden. Vollmundige Werbeversprechen machen viele, wir machen lieber konkrete Umwelt-Projekte die Sie anschauen können. Dazu laden wir Sie gerne ein.
Mit freundlichen Grüssen

Ihr Frieder Schäfer und das ganze Team.